Schmuck richtig pflegen und reinigen

Schmuck wird direkt auf der Haut getragen. Dadurch lagern sich mit der Zeit Hautfette, Seifenreste, Cremes und andere Kosmetika ab. Besonders unter Edelsteinen und in kleinen Zwischenräumen kann das den Glanz und die Brillanz beeinträchtigen.

Mit einer regelmäßigen, vorsichtigen Reinigung bleiben Eheringe, Verlobungsringe und andere Lieblingsstücke lange schön. Gleichzeitig kannst du frühzeitig erkennen, ob sich ein Stein gelockert hat oder eine andere Reparatur notwendig ist.

Wie reinige ich meinen Schmuck zu Hause?

Robuste Schmuckstücke aus Gold, Platin oder Silber ohne empfindliche oder geklebte Steine kannst du meist einfach selbst reinigen:

  1. Gib etwas lauwarmes Wasser und wenige Tropfen mildes Spülmittel in eine Schale.
  2. Lasse das Schmuckstück kurz darin liegen.
  3. Reinige es vorsichtig mit einer sehr weichen Zahnbürste – besonders unter Steinen und in schwer zugänglichen Zwischenräumen.
  4. Spüle den Schmuck anschließend gründlich mit klarem Wasser ab.
  5. Trockne ihn behutsam mit einem weichen, fusselfreien Tuch.

Verwende keine Zahnpasta, Scheuermittel, harten Bürsten oder aggressiven Haushaltsreiniger. Sie können Oberflächen zerkratzen, Beschichtungen angreifen oder empfindliche Steine beschädigen.

Welcher Schmuck darf nicht ins Wasserbad?

Perlen, Opale, Korallen, Türkise, Bernstein sowie poröse, behandelte oder geklebte Steine sollten nicht eingeweicht oder mit chemischen Reinigungsmitteln behandelt werden. Auch bei antikem Schmuck oder unbekannten Materialien ist Vorsicht sinnvoll.

Reinige solche Schmuckstücke nur sanft mit einem weichen, leicht angefeuchteten Tuch. Wenn du nicht sicher bist, welche Reinigung für dein Schmuckstück geeignet ist, frage lieber vorher bei einer Goldschmiedin oder einem Goldschmied nach.

Wie reinige ich angelaufenen Silberschmuck?

Silber kann durch Bestandteile der Luft mit der Zeit dunkel anlaufen. Diese Verfärbung ist normal und lässt sich wieder entfernen.

Für glatten Silberschmuck eignet sich häufig ein weiches Silberputztuch. Bei stärkeren Verfärbungen kann ein spezielles Silberbad verwendet werden. Beachte dabei immer die Angaben des Herstellers.

Silberbäder sind nicht für Schmuck mit Perlen, Opalen, empfindlichen oder geklebten Steinen geeignet. Auch absichtlich geschwärzte oder patinierte Oberflächen können dadurch verändert werden.

Silberschmuck, der regelmäßig getragen wird, läuft häufig weniger stark an, weil die entstehende Schicht durch die Bewegung teilweise wieder abgerieben wird.

Wie bewahre ich Schmuck richtig auf?

Bewahre deine Schmuckstücke möglichst einzeln, trocken und geschützt auf. Gut geeignet sind Schmuckboxen mit weichem Innenfutter oder kleine Stoffbeutel.

So verhinderst du, dass Schmuckstücke aneinanderreiben, sich gegenseitig zerkratzen oder Ketten sich verknoten. Silberschmuck läuft langsamer an, wenn er möglichst luftdicht und nicht im feuchten Badezimmer aufbewahrt wird.

Wann sollte ich Schmuck ablegen?

Auch hochwertige Eheringe und Schmuckstücke bekommen beim Tragen Gebrauchsspuren. Matte Oberflächen werden mit der Zeit etwas glänzender, während polierte Flächen feine Kratzer bekommen können. Das ist eine normale Veränderung und kein Materialfehler.

Um deinen Schmuck zu schützen, solltest du ihn möglichst ablegen:

  • bei Haus-, Garten- und handwerklichen Arbeiten
  • beim Sport
  • beim Schwimmen und in der Sauna
  • beim Umgang mit Reinigungsmitteln
  • vor dem Auftragen von Cremes, Parfüm oder Haarspray

Wann sollte ein Schmuckstück kontrolliert werden?

Nutze die Reinigung, um dein Schmuckstück aufmerksam anzusehen. Bewegt sich ein Stein, bleibt eine Fassung an Kleidung hängen oder entdeckst du einen Riss, eine verbogene Stelle oder einen beschädigten Verschluss, solltest du das Schmuckstück zunächst nicht weitertragen.

Eine frühzeitig erkannte Beschädigung lässt sich häufig leichter beheben und kann verhindern, dass ein Stein verloren geht.

Können Oberflächen und Fassungen aufgearbeitet werden?

Polierte und mattierte Oberflächen können professionell aufgefrischt werden. Dabei lassen sich je nach Zustand auch kleine Gebrauchsspuren reduzieren, Fassungen kontrollieren und notwendige Reparaturen durchführen.

Da bei jeder stärkeren Politur eine geringe Menge Material abgetragen wird, prüfe ich vorher, welche Aufarbeitung für dein Schmuckstück sinnvoll ist.

Auch nach dem Kauf bleibe ich deine Ansprechpartnerin. Wenn ein von mir angefertigtes Schmuckstück gereinigt, kontrolliert, aufgearbeitet oder repariert werden soll, schreib mir gerne per E-Mail oder WhatsApp.

Kontakt zum Schmuckatelier Ina Miret

Frau mit Halsketten

Pflegehinweise

Auch dein Schmuckstück ist ein Alltags- und Gebrauchsgegenstand. Begegnungen mit Türklinken, Schlüsseln o.Ä. hinterlassen Spuren und Kratzer auf deine Ringen. Verhindern kannst du dieses Mitleben deines Schmucks nicht. Wie tief die Kratzer werden, hängt vom Material und der Beanspruchung ab. Versuche deine Ringe bei harter Arbeit wie im Garten und Haushalt abzunehmen.

Ketten, Ohrringe und Armbänder sollten weder beim Duschen, noch beim Schlafen getragen werden. Säubern kannst du deinen Schmuck mit einer weichen Zahnbürste und Spülmittel. Mit einem Mattiervlies oder einem Poliertuch kannst du die Oberfläche selbst wieder auffrischen. Sei aber immer vorsichtig mit Farbsteinen und Perlen. Bewahre deinen Schmuck am besten in einem luftdichten Tütchen auf. Bei Silberschmuck lege ein Stück Alufolie dazu. Ist der Schmuck angelaufen, gibt es spezielle Schmuckbäder. Halte dich genau an die Anleitung.

Sollte der Schmuck nach Jahren ein wenig mehr Aufmerksamkeit benötigen, gebe ihn zur "Inspektion" zum Juwelier oder Goldschmied.

Viel Spaß mit deinem Schmuck.