Recyceltes Gold oder Fairtrade-Gold – was passt zu euren Eheringen?

Wer nachhaltige Eheringe sucht, stößt schnell auf zwei Begriffe: recyceltes Gold und Fairtrade-Gold. Beides ist eine gute Wahl – aber die beiden Wege setzen an ganz unterschiedlichen Stellen an. Hier erkläre ich euch die Unterschiede, damit ihr entscheiden könnt, was besser zu euch passt.

Recyceltes Gold: der Kreislaufgedanke

Recyceltes Gold stammt aus bereits vorhandenem Material – alter Schmuck, Zahngold, Reste aus Werkstätten oder Industrie. In einer Scheideanstalt wird es gereinigt, von anderen Metallen getrennt und neu legiert. Das Gold verliert dabei nicht an Qualität: Recyceltes Gold ist chemisch identisch mit neu abgebautem Gold.

Der Vorteil: Für eure Ringe muss kein neues Gold aus der Erde geholt werden. Das spart Ressourcen, Energie und vermeidet die Umweltschäden des Bergbaus.

Was man wissen sollte: Die ursprüngliche Herkunft des gesammelten Altgoldes lässt sich meist nicht für jedes einzelne Gramm zurückverfolgen.

Bei mir sind recycelte Edelmetalle der Standard – für Gold ebenso wie für Platin, Palladium und Silber. Ich beziehe sie von einer RJC-zertifizierten Scheideanstalt in Deutschland.

Fairtrade-Gold: faire Bedingungen im Bergbau

Fairtrade-Gold stammt aus zertifizierten Kleinbergbau-Organisationen. Die Fairtrade-Standards sorgen unter anderem für sicherere Arbeitsbedingungen, einen verantwortungsvolleren Umgang mit Chemikalien und einen garantierten Mindestpreis. Zusätzlich erhalten die Minengemeinschaften eine Fairtrade-Prämie, über deren Verwendung sie gemeinsam entscheiden.

Der Vorteil: Fairtrade-Gold setzt dort an, wo weiterhin Gold abgebaut wird, und unterstützt Menschen, die vom Bergbau leben. Die Lieferkette ist lückenlos nachvollziehbar – auf Wunsch sogar sichtbar durch einen Fairtrade-Stempel im Ring.

Was man wissen sollte: Fairtrade-Gold ist teurer als recyceltes Gold und nicht in jeder Legierung sofort verfügbar.

Bei mir gibt es Fairtrade-Gold auf Anfrage in 585 oder 750 – als Gelbgold, Weißgold oder Roségold. Für alle Fairtrade-Legierungen fällt ein Aufpreis an: Bei Gelbgold sind es 20 % auf den Preis der jeweiligen Legierung, für Fairtrade-Weißgold und Fairtrade-Roségold nenne ich euch den Aufpreis gern auf Anfrage.

Recycelt oder Fairtrade – was ist besser?

Ehrlich gesagt: Es gibt kein „Besser“, sondern zwei unterschiedliche Ansätze.

  • Recyceltes Gold ist ideal, wenn euch wichtig ist, dass für eure Ringe kein neues Gold abgebaut wird.
  • Fairtrade-Gold ist ideal, wenn ihr gezielt faire Arbeitsbedingungen im Bergbau unterstützen und eine nachvollziehbare Herkunft haben möchtet.

Und dann gibt es noch Familiengold

Die persönlichste Variante: Aus vorhandenem Familienschmuck können eure neuen Eheringe entstehen. Ob euer Gold dafür geeignet ist, hängt unter anderem von Legierung, Menge und früheren Lötstellen ab – das prüfe ich individuell.

Fazit

Ob recycelt, Fairtrade oder aus Familiengold: Konventionell abgebautes, nicht zertifiziertes Gold verwende ich nicht. Mehr dazu findet ihr auf meiner Seite zu verantwortungsvollen Materialien, und alle Fairtrade-Modelle in meiner Kollektion Fairtrade-Eheringe. Wenn ihr unsicher seid, was zu euch passt, berate ich euch gern – in Hamburg oder online.

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